Versöhnung

Hektik im Alltag, mancher Groll, Eifersucht und Neid, nicht genau hinschauen, wie es dem anderen wirklich geht etc. lassen den Menschen sich selbst, den Mitmenschen und Gott nicht immer so gegenübertreten, wie es ein liebender Blick eigentlich will. So stören oder zerstören Lieblosigkeit, Marotten und Wunden im Herzen, die zum Teil auch von außen zugefügt worden sind oder seit Kindheitstagen durch Prägungen den Alltag bestimmen, Alltag, Kontakte und rauben Lebensenergie.
 
Das Sakrament der Versöhnung möchte dagegenwirken, der Mensch kann die Befreiung von dieser Last erfahren und erhält Unterstützung durch Christus auf seinem weiteren Vorschreiten. Die Beichte kann wie heilsamer Wundbalsam wirken und die bedingungslose Liebe Gottes spürbar werden lassen. Dabei geht es weniger um eine klassische Sündenaufzählung, die eher zu kurz greift, da Gott den Menschen durch und durch kennt. Er will vielmehr, dass der Mensch sein Leben als freiheitliches Wesen reflektiert und vor IHM zur Sprache bringt: Was bedrückt, belastet, ängstigt mich? Worin benötige ich seine Unterstützung, Hilfe usw.? Zudem darf artikuliert werden, was mir von anderen aufgeladen wurde und mich verletzt hat.
 
Nach dem Aussprechen, was einem auf dem Herzen liegt, folgt ein Zuspruch des Geistlichen. Der Priester ist – wie auch schon die Apostel – ist beauftragt, die Sündenvergebung im Namen Jesu zuzusprechen. Was im Beichtgespräch gesprochen wird, unterliegt dem Beichtgeheimnis.
 
Beichtzeiten sind vor Weihnachten und Ostern sowie während des Jahres und werden im Pfarrblatt bekanntgegeben.