Oberhofenkapelle

Oberhofenkapelle Orsingen, Hl. Nikolaus (Patrozinium: 06. 12.)

 
In Richtung Wahlwies, am Fuße des Kirnbergs gelegen, steht die Oberhofenkapelle. Mit einem Hauch von Idylle und Geborgenheit ist sie auch heute noch ein Ort der Einkehr. Diese massiv gebaute Kirche ist das letzte sichtbare Zeichen der früheren Siedlung Oberorsingen. Inwieweit  das Erwähnugnsjahr 1360 auch das Erbauerjahr der Kapelle darstellt, ist nicht geklärt. Der Baustil und die 1967 freigelegten romansichen Fensternischen sowie die Ähnlichkeit  mit der im 9. Jh. erbauten Kirche St. Georg auf der Insel Reichenau deuten auf ein höheres Alter hin. Verstärkt wird diese Vermutung durch die Tatsache, daß Schloß Langenstein auf eine Gründung des Klosters Reichenau um das Jahr 1100 zurückgeht und Orsingen damals zum Besitz des Klosters Reichenau gehörte. 1690-1768 lebten zwei Eremiten
in einer Klause neben der Kapelle. Die Kapelle selbst erfuhr 1770/71 ein große Renovation im Zuge dieser Arbeiten wurde die Kapelle barockisiert. Eine grundlegende Sanierung erfuhr die Kapelle in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Während dieser Renovierungsarbeiten wurden die früheren Fresken wieder freigelegt, die vermutlich bei der Barockisierung einfach überputzt wurden. (Quelle: Alois Stemmer, Orsinger Kirchengeschichte, Konstanz 2011)