St. Petrus und Catharina, Honstetten (Patrozinium 29. Juni)
Die Pfarrei St. Petrus und Catharina Honstetten hat 432 katholische Gläubige (Stand 31.12.2020).

Schon vor 1200 ist in Honstetten ein Leutpriester erwähnt, was auf ein sehr altes, sicher noch kleines Kirchen- oder Kapellengebäude schließen lässt. Spätestens seit 1275 existiert die Pfarrei Honstetten.
Es gab also seit dem 13. Jahrhundert eine Pfarrkirche in Honstetten. Ob zu erweiterten Funktion die alte Kirche umgestaltet, vergrößert oder durch einen Neubau ersetzt wurde, ist nicht bekannt. Die Honstetter Pfarrkirche dürfe schon bald größer als eine einfache, kleine Dorfkapelle gewesen sein.
Schon 1759 war das Gotteshaus „ruinös“ und zu klein, doch kamen lediglich die nötigsten Reparaturen zur Ausführung. 1816 war die alte Pfarrkirche endgültig baufällig, sie wurde aufgegeben und durch einen Neubau ersetzt. Nur der Turm ist – in den Neubau integriert – bis heute erhalten geblieben. Der Neubau wurde nach Ideen des Bezirksbauinspektors Johann Anton Ferdinand Thierry, eines Weinbrenner-Schülers, gestaltet.
Der Chorraum mit barockem Hochaltar stammt von Josef Anton Hops, 1755.Die Posaunenengel und König David stammen von Josef Anton Feuchtmayer, 1738.
Im Laufe der Jahre waren immer wieder Renovierungsarbeiten notwendig, die aber die Grundgestalt des Innenraums nicht veränderten.
In ihrer Gesamtwirkung, vor allem außen, hat die Pfarrkirche von Honstetten bis heute ihr ursprüngliches Aussehen weitgehend bewahren können.
So kann die Honstetter Kirche heute als wichtiges Beispiel eines weitgehend unverändert gebliebenen klassizistischen Kirchenhaus gelten – eine Besonderheit, auf die die Honstetter Bevölkerung stolz sein kann, die aber auch Verpflichtung zu engagierter Pflege und Erhaltung ist.
Zum Pfarrsprengel Honstetten gehören auch die Filialen Eckartsbrunn und Reute.

